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PSA gegen Absturz

Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz, kurz PSAgA, ein großer Begriff mit großer Bedeutung in Sachen Arbeitsschutz. PSA gehört zu den individuellen Schutzmaßnahmen und schützen den Benutzer vor einem Absturz, das kann entweder durch Verhinderung eines Sturzes sein (Rückhaltesystem) oder durch Auffangen eines freien Falls (Auffangsystem). Nur mit PSAgA können Anschlagpunkte oder Anschlageinrichtungen zur Prävention gegen Absturzunfälle genutzt werden. Es gibt fast keinen Industriebereich mehr ohne PSA, sei es im Stahlbau, beim Gerüstbau, im Hochregallager, bei der Baumpflege, als Dachdecker, im Aufzugsbau, als Industriekletterer oder Höhenretter usw.
Was fällt alles in das Sachgebiet der Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz? Laut DGVU zählen dazu Befestigungssysteme, Auffangsysteme nach DIN EN 363, mitlaufende Auffanggeräte mit beweglicher (DIN EN 353-2) oder fester Führung (Steigschutzeinrichtung nach DIN EN 353-1), Auffanggurte bzw. Haltegurte, Verbindungsmittel, Verbindungselemente, Bandfalldämpfer, Höhensicherungsgeräte DIN EN 360, Schutzhelme nach DIN EN 397, Anschlageinrichtungen und Anschlagmöglichkeiten. Oft werden in diesem Abschnitt auch noch Gehörschutz und Atemschutz aufgezählt. Eurer PSA kommt in jedem Fall eine enorm große Bedeutung zu in Sachen Prävention und wir freuen uns, wenn Ihr unsere Expertise nutzt und Euch vor einem PSA Kauf im Kletter-Spezial-Laden ausführlich informiert und beraten lasst. Nehmt Euch die Zeit, es geht um Eure Sicherheit und oft auch um die Sicherheit der anderen.
PSA gegen Absturz muss regelmäßig geprüft werden, um dauerhaft genutzt werden zu können. Eine achtsame Aufbewahrung und Pflege erhöhen zudem die Lebensdauer, was Euch natürlich dann zu Gute kommt. Ein Mal im Jahr sollte eine Überprüfung der Ausrüstung durch einen Sachkundigen durchgeführt werden. Wichtig ist hierfür der Grundsatz 312-906 der DGVU (war früher BGG 906), der sich mit der sachgemäßen Kennzeichnung und Dokumentation befasst. Wir im Kletter-Spezial-Laden haben entsprechende Sachkundige im Team und helfen Euch bei Fragen gerne weiter - prüfen natürlich auch gerne Eure Ausrüstung.
Unabhängig von der jährlichen Wartung sollte der Auffanggurt allerdings vor jeder Nutzung kurz auf Verschleißerscheinungen, wie Risse, Rost oder Schäden an den Nähten gecheckt werden – auch das ist Vorschrift und steigert nicht nur die Lebensdauer des Gurtes, sondern rettet im Ernstfall das eigene Leben. Das gilt übrigens für die gesamte Ausstattung: Auch Verbindungsmittel, Höhensicherungsgeräte, Karabiner und Helme etc. müssen regelmäßig überprüft und gewartet werden. Einige dieser Produkte haben unabhängig von der Wartung eine maximale Lebensdauer, die von den Berufsgenossenschaften vorgeschrieben wird. Oft fällt hier auch der Begriff der Ablegereife, und leider kursieren in der Branche unterschiedliche Meinungen darüber bzw. ist es oft auch von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Die rechtliche Grundlage, die sich mit der Lebensdauer der PSA befasst, ist die PSA Richtlinie (89/6867EG) sowie die EN 365. Die PSA Richtlinie beinhaltet, dass jeder Hersteller in den Gebrauchsanleitungen der Produkte auch Angaben zur Gebrauchsdauer macht. Die DIN EN 365 regelt die regelmäßige Überprüfung durch einen PSAgA-Sachkundigen. Des Weiteren ist die Einsatzdauer von PSA in Deutschland in der BG Richtlinie 198 geregelt. So heißt es z.B. in Punkt 6.8: „Aus Chemiefasern hergestellte Gurte und Verbindungsmittel unterliegen auch ohne Beanspruchung einer gewissen Alterung. Diese Alterung der Materialien kommt insbesondere von der Stärke der ultravioletten Strahlung sowie von klimatischen und anderen Umwelteinflüssen.“ Und weiter heißt es: „Nach den bisherigen Erfahrungen kann unter normalen Einsatzbedingungen bei Gurten von einer Benutzungsdauer von 6 bis 8 Jahren und bei Verbindungsmitteln (Seil/Bänder) von einer Benutzungsdauer von 4 bis 6 Jahren ausgegangen werden.“ Das bedeutet es ist ein wenig Spielraum vorhanden, weshalb es bei unterschiedlichen Herstellern auch zu unterschiedlichen Angaben kommen kann. So haben z.B. Produkte bei Petzl aus Kunststoff bzw. Produkte aus Textilien eine Ablegereife von 10 Jahren. Gurte von Edelrid weisen eine maximale Lebensdauer von 12 Jahren auf, müssen jedoch spätestens nach einer Gebrauchsdauer von 10 Jahren aussortiert werden. Das bedeutet 2 Jahre sachgemäß lagern und 10 Jahre benutzen passt für Edelrid. Außerdem müsst ihr natürlich immer daran denken, dass bestimmte Vorkommnisse, wie z.B. der Kontakt mit ätzenden Stoffen oder bei Benutzung mit scharfen Kanten, die Lebensdauer enorm verkürzen können…Am Ende ist es immer eine individuelle und persönliche Entscheidung, die Ihr unserer Meinung nach nicht auf die leichte Schulter nehmen solltet.
Ganz wichtig noch kurz zum Schluss: Vor Auswahl und Benutzung der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz hat der Unternehmer eine Gefährdungsermittlung, auch Gefährdungsbeurteilung genannt, zu erstellen.

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